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Wandheizung kontra menschlichen Irrglauben

Vor ca. 500.000 Jahren kam das Nackttier Mensch in die nördlicheren kälteren Regionen der Erde, und dann nahm das Drama seinen Lauf : Es ist ja so kalt hier; also zog sich der Mensch die Pullover von Felltieren über und er begann, da die Höhlen so langsam überbevölkert waren sich Hütten zu bauen. Es stellte sich nun die Frage : Was macht man, um eine Hütte warm zu bekommen. Kurzerhand wurde das Feuer erfunden (oder gab es das schon?). Nun hatte man es zwar warm aber auch verraucht. Also erfand man so lange hin und her bis wir bei unserem heutigen Heizungssystem angelangt waren. Aber hat dieses Heizungssystem die Qualität, die der Mensch gewohnt war, als er noch in südlicheren Regionen lebte, nämlich die Qualität des Heizungssystems Sonne?
Was macht die Sonne?

Die Sonne gibt uns Strahlungswärme!
Strahlungswärme ist eine Wärme, die, wie der Name schon sagt, von einem Körper abgestrahlt wird. Sie hat weniger etwas mit warmer Luft zu tun. Ein kurzes Beispiel : Sie befinden sich im Skiurlaub und sonnen sich bei 0°C auf einem Berg. Sie bekommen dort so viel Strahlungswärme, weil der Schnee einen großen Teil der Sonnenstrahlung reflektiert, so daß Sie trotz der kalten Lufttemperatur nicht frieren. Nun kommen Sie aber aus dem Skiurlaub nach Hause und hatten vor dem Urlaub die Heizung ganz runter gedreht. Sie drehen die Heizung voll auf und wundern sich, daß Sie sich trotz einer Lufttemperatur von 24°C unbehaglich fühlen oder sogar frieren. Woran liegt das? Die Antwort ist einfach : Sie brauchen als Mensch Strahlungswärme. Da sich aber während Ihres Urlaubs alle Möbel und Wände abgekühlt haben, bekommen Sie beim erstmaligen Heizen nur warme Luft, die langsam die Wärmespeicher (Möbel und Wände) aufheizt. Erst danach bekommen Sie die gewünschte Strahlungswärme.

Was macht unser derzeit weit verbreitetes Heizungssystem?
Die Heizkörper der heutigen Zeit sind so konzipiert, daß über einen möglichst kurzen Zeitraum möglichst viel Luft erwärmt wird, da der Mensch der Meinung ist, daß er warme Luft benötigt. Wir haben gelernt, daß das nur bedingt richtig ist. Negative Nebeneffekte dieses Systems sind : Die Luft wird umhergewirbelt, da die erwärmte Luft nach oben steigt, abkühlt und wieder nach unten fällt. Die Folge ist ein unnötiges Aufwirbeln von Staub, das einem Allergiker schwer zu schaffen machen kann. Der Staub lässt Schleimhäute der Atemwege austrocknen. Erkältungskrankheiten sind die Folge (Erkältungskrankheiten sind nicht die Folge winterlicher Temperaturen oder einer zu niedrigen Luftfeuchtigkeit). Da erst die Luft erwärmt werden muß, die dann wiederum Wände und Möbel erwärmen muß, kann man von einem erhöhten Energieaufwand ausgehen. Außerdem muß die warme und dann stickige Luft so lange wie möglich mittels aufwendiger Abklebungen im Haus gehalten werden, damit es zu keinen "Luftwärmeverlusten" kommt.

Hier nun die Alternative, die beim Heizen auch den Menschen berücksichtigt:
Wir simulieren den Sommer, indem wir so heizen, daß wir Strahlungswärme bekommen. Dazu installieren wir eine Wandheizung und verputzen sie am besten mit einem Lehmputz. Der Lehmputz wird erwärmt und gibt Strahlungswärme ab. Die Lufttemperatur beträgt jetzt nur noch 18°C - 20°C, ohne daß wir frieren. Es wird keine Luft umhergewirbelt, und durch den feuchtigkeitsregulierenden Lehmputz haben wir eine gleichbleibende, gesunde Luftfeuchte. Wir sparen Energie, weil uns sofort die Strahlungswärme zur Verfügung steht. Jetzt können wir auch lüften, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, denn der "Wandwärmespeicher" verliert seine Eigentemperatur nur sehr langsam.

Eine sehr gute und günstige Alternative ist auch eine Sockelleistenheizung. Siehe dazu:

www.einfach-gut-gebaut.de

 


Architekt: César Manriques







Architekt: César Manriques







Fotos: Blume / Architekt: César Manrique (Lanzarote)